Ich unterrichte Yoga.
Aber nicht,
um Menschen zu entspannen.
Sondern um sichtbar zu machen,
warum sie überhaupt so angespannt sind.
In einer meiner ersten Yogastunden habe ich etwas erlebt, das ich so nicht erwartet hätte:
Ich wurde nicht einfach ruhig. Ich habe eine Ruhe erfahren, die mir gezeigt hat, wie sehr ich mich sonst unter Druck setze, wie sehr ich gefallen will und wie wenig Raum da eigentlich für mich selbst ist.
Es war keine „schöne Erfahrung“.
Es war eine klare Einsicht.
Und genau deshalb war sie so wichtig.
Warum ich lange gezweifelt habe
Mit der Zeit kam auch Zweifel.
Ich war in einem Umfeld, in dem vieles grundsätzlich hinterfragt wurde – auch Yoga.
Die entscheidende Frage war nicht: „Funktioniert das?“
Sondern: Verändert es wirklich etwas – oder hilft es nur dabei, besser mit Umständen klarzukommen, die eigentlich verändert werden müssten?
Diese Frage hat mich lange begleitet. Und ich habe sie nicht einfach beantwortet.
Trotz regelmäßiger Praxis wurde ich irgendwann unruhig, unsicher – und schließlich erschöpft.
In einer Therapie bekam ich die Diagnose: leichte Depression.
Das war der Punkt, an dem ich nicht mehr sagen konnte: „Yoga wird es schon richten.“
Im Gegenteil: Ich musste mir eingestehen, dass ich selbst das Yoga begonnen hatte zu nutzen, um einem Ideal zu entsprechen.
Nicht mehr, um frei zu werden – sondern um jemand zu sein.
Was ich heute anders sehe
Ich habe lange versucht, mein Leben „richtig“ zu führen. Ruhiger zu werden. Disziplinierter zu sein. Ein besserer Mensch zu sein.
Aber genau das war ein Teil des Problems.
Was sich wirklich verändert hat, war nicht mein Verhalten – sondern mein Verständnis.
Ich habe begonnen zu erkennen,
- welche Muster mein Handeln bestimmen
- wo ich aus Angst reagiere
- und wo ich mich anpasse, obwohl es sich nicht stimmig anfühlt
Und mit dieser Klarheit kam etwas anderes: Ich wurde unabhängiger davon, wie andere mich sehen. Ich habe begonnen, Entscheidungen bewusster zu treffen, Grenzen klarer zu setzen und meine Energie dort einzusetzen, wo sie wirklich etwas bewegt.
Nicht perfekt. Aber deutlich freier.
Heute geht es mir nicht mehr darum, ein bestimmtes Bild zu erfüllen. Sondern darum, so zu handeln, dass es sich innerlich stimmig anfühlt – und die Konsequenzen davon bewusst zu tragen.
Wie ich heute arbeite
Ich arbeite nicht daran, Menschen zu verändern. Ich helfe ihnen, zu erkennen, was sie ohnehin schon wissen – aber oft übergehen.
Der Weg beginnt nicht mit Veränderung – sondern mit Klarheit.
Du erkennst Du,
- welche Muster Dich steuern
- wo Du Dich anpasst, obwohl es nicht stimmig ist
- und was Dir wirklich wichtig ist
Aus dieser Klarheit entsteht etwas anderes: Eine innere Ausrichtung. Und daraus folgen Entscheidungen, die nicht mehr aus Unsicherheit entstehen – sondern aus Bewusstheit.
Das ist der Punkt, an dem sich etwas im Alltag verändert:
- Du triffst klarere Entscheidungen
- Du setzt Grenzen ohne inneren Konflikt
- Du hörst auf, Dich an Dingen aufzureiben, die keine Bedeutung haben
Und genau dort beginnt echte Souveränität
Nicht als Idee – sondern als gelebte Erfahrung.
Du kannst diesen Weg an unterschiedlichen Stellen beginnen:
Mein Hintergrund
Ich habe meine Ausbildung zum Yogalehrer im Rahmen des Hochschulsports der Universität Potsdam absolviert. Die Ausbildung umfasste über 600 Unterrichtseinheiten und orientierte sich an den Richtlinien der Zentralen Prüfstelle Prävention. Seit 2019 unterrichte ich Yogakurse – sowohl in Präsenz als auch online.
Meine eigene Praxis hat sich über die Jahre kontinuierlich vertieft – unter anderem durch:
- die Begleitung meines Lehrers Satyadhara Stefan Krüger
- Weiterbildungen im Bereich Meditation und Selbsterforschung
- sowie die Auseinandersetzung mit psychologischen Ansätzen in der Therapie
Was meine Arbeit heute prägt, ist nicht nur die Ausbildung – sondern die Verbindung aus Praxis, Reflexion und eigener Erfahrung.
Ich halte wenig davon, mich über Titel zu definieren. Entscheidend ist für mich, ob das, was ich vermittle, im Leben tatsächlich etwas verändert.